Diakonie – Warum macht Kirche das?

Matthäus 25 – das große Weltgericht – darin werden sieben „Werke“ von Jesus zum Thema eines verantwortungsvollen Lebens gemacht: Hungrige speisen, Durstige tränken, Fremde beherbergen, Nackte kleiden, Kranke pflegen, Gefangene besuchen, (Tote bestatten). Diese sieben Werke der Barmherzigkeit, wie sie heute noch genannt werden, stehen im Mittelpunkt diakonischen Handelns der Kirche. Von der ersten Gemeinde in Jerusalem an, gehörte die Diakonie zur Kirche: Die Apostelgeschichte erzählt von der Speisung der Witwen und Waisen und von der Wahl der Armenpfleger. Kirche und Diakonie gehören zusammen wie Glaube und Werke: Zusammengefasst könnte man heute die Diakonie als evangelische Sozialarbeit bezeichnen. Aber dies ist nur ein Teil von ihr. Den Vätern und Müttern der heutigen Diakonie ging es neben der Hilfe, Unterstützung, Betreuung und Begleitung von Menschen am Rande der Gesellschaft auch um ein zweites: Sie wollten ihnen das Evangelium bringen, ihnen von Jesus Christus erzählen. So gehören Glaube und Werke in- und zueinander – beides lässt sich nicht trennen. Mehr noch: Für den Nächsten einzutreten ist Teil, ist Wesen des christlichen Glaubens. Und so ist die Diakonie nicht etwas, was „Kirche tut“, sondern Kirche ist in ihrem Wesen nach schon auf diakonisches Handeln angelegt. In vielen Bereichen des täglichen Lebens wird das spürbar. Menschen treten füreinander ein, sind füreinander da. Da geschieht viel Diakonie in der Nachbarschaft über den Zaun hinweg, beim Krankenbesuch oder beim beim Spenden für „Brot für die Welt“. Solche für den Nächsten sich gebende Liebe ist nicht immer als Diakonie sichtbar, aber sie ist da und gestaltet prägend das Miteinander.

Heute wird Diakonie aber leider oft nicht mehr als Aufgabenbereich der Kirchengemeinde vor Ort wahrgenommen. Im Laufe der Zeit hat sich Diakonie professionalisiert, weil die Anforderungen z.B. im Pflegebereich gestiegen waren. Damit wird Diakonie zu einem Anbieter von Pflege unter anderen. Es hat zwar gute Gründe zu sagen: „Lassen wir das mal die Profis machen“, aber zugleich entfremdet sich so institutionalisierte Diakonie vom täglichen Leben der Kirchengemeinde vor Ort.

Kirchengemeinde investiert jährlich ca. 6.500,- € für Diakonie

Dabei sollten zwei Dinge berücksichtigt werden: Zunächst gilt es festzuhalten, dass unsere Kirchengemeinde sich mit enormen finanziellen Mitteln an den vielen Diakonischen Einrichtungen, die der Evangelische Kirchenkreis für alle Gemeinden unterhält, beteiligt (jährlich mit ca. 6.500,- €!). Insofern sind auch jene Einrichtungen, die wir oft als „Diakonie in Hanau“ kennen, Teil unseres diakonischen Handelns. Zweitens sollten wir aber auch deutlicher werden lassen, dass es sich dabei um „unsere Diakonie“ handelt: Daher finden Sie auf Seite 30 einmal eine Zusammenstellung diakonischer Einrichtungen, die auch Ihnen gerne hilfreich zur Seite stehen.

Trotzdem: Es bleibt auch unsere Aufgabe als Kirchengemeinde, Diakonie wieder dichter an das Leben der Kirchengemeinde heranzuholen, wahrnehmbar zu machen, dass uns die alltägliche Hilfe und Zuwendung ein Anliegen sind, und aus unserem Glauben heraus auch ein Stück Selbstverständlichkeit.

Der Diakonieausschuss des Kirchenvorstandes hat dazu erste Überlegungen angestellt. Was konkret zu leisten sein wird, wird zunächst mit Partnern zu besprechen sein. Aber der erste Schritt ist getan: Wir haben ein wesentliches Thema der Kirche für uns neu entdeckt.

Mehr Informationen

Diakonische Beratung

Die diakonischen Beratungsstellen sind für alle Menschen offen. Die Beratung findet in einem geschützen Raum und absolut vertraulich statt. Die Anschrift lautet, wenn nicht anders vermerkt: 63450 Hanau, Johanneskirchplatz 1, Tel.: 06181 923400 dw-hanau@t-online.de

Allgemeine soziale Beratung  923 40-0 Mütterkuren, Mutter-Kind-Kuren  923 40-0 Schuldnerberatung in Hanau  923 40-40 Schuldnerberatung in Gelnhausen  06051 88 36 96 Migrationserstberatung  923 40-0 Suchtberatung für Erwachsene  923 40-70 Jugend- und Dorgenberatung  923 40-60 Betreutes Wohnen für suchtkranke Menschen  923 40-70 Psychologische Beratungsstelle für Ehe- Lebens- und Familienfragen – Erziehungsberatung – 63452 Hanau, Karl-Marx-Str. 43a  13030 Geschäftsführung Pfr. Bernd Laukel  923 40-0

Unterstützung und Information

Unterstützung und Hilfe bekommen Sie selbstverständlich auch über Ihre Pfarrämter.

Nachbarschaftliche Hilfe

Diakonie geschieht nicht nur institutionalisiert. Viel diakonisches Handeln geschieht ungesehen, manchmal über den Gartenzaun. In Schöneck gibt es die Nachbarschaftshilfe, die hier auch sehr aktiv ist. Informationen dazu bekommen Sie von Fr. Braun
  1. 23. August 2017

    Die Diakonischen Beratungsstellen sind umgezogen ! Sie finden uns nun in Hanau-Wolfgang, in der Rodenbacher Chaussee 6 (Green Building)
    Tel.-Nr. 06181-923400

    Hier befinden sich alle Beratungsstellen unter einem Dach. Sie sind auch per Bus gut zu erreichen.
    Näheres erfahren Sie auf der Internet-Seite:
    http://www.diakonie-hanau-main-kinzig.de

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