Taufe

Wenn Sie ein Kind erwarten oder gerade ein Kind bekommen haben: Herzlichen Glückwunsch! Jeder Mensch ist ein „genialer Gedanke“ Gottes, ein wunderbares Geschenk. Mit jenem Taufvotum aus dem Buch des Propheten Jesaja ruft Gott jedes Kind zu sich – wir werden zu Kindern Gottes, tragen seinen unverwechselbaren Namen und gehören zu ihm. Wenn sie überlegen, Ihr Kind taufen zu lassen, dann denken Sie zuerst daran: Sie sind selbst getauft! Taufbedeutung Die Taufe hat eine ganze Reihe von Bedeutungen. Einige davon will ich wenigstens andeuten: Die Taufe ist zunächst eine Gabe Gottes, eine unwiderrufliche und unwiederholbare Handlung. Seine Verheißungen, die er in dieses Sakrament (Heilsmittel) gegeben hat – zusammen mit dem äußeren Zeichen des Wassers. Wort und Wasser gemeinsam machen die Taufe zu dem, was sie ist. Aufnahme in die Gemeinde Jesu Christi Vergebung der Sünden (Wenn Sie sich jetzt fragen: „Wie kann das Baby denn schon gesündigt haben?“, dann haben sie gewiss Recht. Gemeint ist jedoch nicht das verkehrte Handeln, sondern unter dieser Sünde versteht die Bibel vielmehr die ausweglose Situation des Menschen vor Gott, in die alle Menschen gleich hineingeboren werden. Vergebung der Sünden heißt hier also: Gott rechnet die Sünden nicht zu! Grundlegend für die Taufe ist, dass Jesus Christus selbst es seinen Jüngern befohlen hat (Matthäus 28,20f) Mit der Taufe werden Menschen hinein genommen in den Herrschaftsbereich Jesu Christ. Sie sind nicht mehr allein den Bedingungen der Natur unterworfen, sondern gehören einem Größeren an. In seinem Namen und auf seinen Befehl taufen wir, weil er versprochen hat, dass sein Schutz und seine Nähe jeden Menschen begleiten sollen. Vorbereitung Viele Monate haben Sie sich auf die Geburt Ihres Kindes vorbereitet. Mit aller Sorgfalt wahrscheinlich das Kinderzimmer eingerichtet, alles Nötige besorgt, was das kleine Würmchen für den Start in das Leben braucht. Wenn Sie sich ebenso auf die Taufe Ihres Kindes vorbereiten wollen, dann finden Sie hier eine sinnvolle Ratschläge: Machen Sie zunächst einen Termin für die Taufe gemeinsam mit dem Pfarrer fest. Getauft wird in aller Regel im Hauptgottesdienst der Kirchengemeinde – schließlich wird Ihr Kind ja auch durch die Taufe in die Gemeinde aufgenommen. Einen Überblick über die Gottesdienste finden Sie hier. Meist in der Woche vor der Taufe findet ein Taufgespräch geführt. Laden Sie zu diesem Termin gerne auch die Paten ein und suchen Sie nach einem geeigneten Taufspruch Zu dem von Ihnen ausgewählten Taufspruch wird dann während des Gottesdienstes in der Regel eine kurze (Tauf-) Andacht gehalten. In diesem Gespräch kann auch überlegt werden, ob, und wenn ja, wie Ihre Familie sich an dem Gottesdienst beteiligen möchte, es können natürlich Liedwünsche geäußert (schauen Sie im Ev. Gesangbuch nach!) und Fragen zur Liturgie erörtert werden. Für das Taufgespräch ist auch das Stammbuch notwendig.

Taufe und Konfirmation

Der unmittelbare Zusammenhang ist schon aus dem Wort Jesu in Matthäus 28 ersichtlich: Taufet sie … und lehret sie. D.h. dass die Konfirmation v.a. aber auch dazu dienen soll, eine „Festigung“ des eigenen Glaubens und ein eigenes Ja zur Taufe zu finden.

Säuglingstaufe oder Erwachsenentaufe

Weder für das eine noch für das andere gibt es eindeutige biblische Grundlagen. Während z.B. die Baptisten nur eine Erwachsenentaufe durchführen und dies geradezu ihr Kennzeichen ist, hat sich im Laufe der Jahrhunderte in den Großkirchen die Säuglingstaufe durchgesetzt.
Dahinter steht v.a. der Gedanke, dass immer zunächst das Handeln Gottes am Menschen, also zunächst seine Gnade vor allem und über allem Tun und Handeln des Menschen steht.

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